Durch eine immer älter werdende Bevölkerung nehmen Funktionsstörungen des unteren Harntrakts, die mit Harninkontinenz oder Harnretention einhergehen, einen immer größeren Raum ein. Die Prävalenz der Altersharninkontinenz liegt bei ca. 30% und ist bei Frauen doppelt so häufig zu finden wie bei Männern. Multimorbidität, Multimedikation, ebenso wie altersbedingte Immobilität und Einschränkung der zerebralen Leistungsfähigkeit sind Kofaktoren, die die Kontrolle über Harnspeicherung und -entleerung negativ beeinflussen können. Hinzu kommt der bisher wenig untersuchte Alterungsprozess des Blasen- und Schließmuskelapparats sowie dessen übergeordnete, zentrale Steuerfunktionen.