Die in vielen Tagebauen angewandte LKW-Förderung stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor dar. Die Minimierung des Förderaufwandes ist daher vielfach ein aktuelles Thema. In dieser Arbeit werden einige Erhebungs- und Analyseverfahren dargestellt, welche sich einfach in den laufenden Betrieb integrieren lassen. Zur Verdeutlichung dieser Ansätze werden Beispiele diesbezüglicher Untersuchungen am Steirischen Erzberg gegeben. Grundlage einer aussagekräftigen Analyse ist dabei die saubere Trennung zwischen Verfügbarkeit, Einsatzgrad und technischer Effizienz. Für letztere wird beispielhaft die Analyse der Förderweggeometrie, standardmäßig erhobener Förderzyklusdaten und der kontinuierlichen Bewegungsaufnahme mit GPS erläutert. Damit können gegebenenfalls bestehende Schwachstellen der Fördereffizienz festgestellt werden. Für die Prognose des zukünftigen Förderaufwandes unter geänderten Rahmenbedingungen muss das Konzept auf Simulationstechniken erweitert werden. Die Normierung und Validierung des zugrundeliegenden Modells anhand der erhobenen Ist-Daten ist für realitätsnahe Ergebnisse von großer Bedeutung. Auf Basis eines derartigen Modells können mittel- und langfristige Planungsaufgaben gelöst werden, beispielsweise die Bewertung von Maßnahmen der geometrischen oder organisatorischen Anpassung, oder die zukünftige Entwicklung der Förderleistung und –kosten im Rahmen der langfristigen Abbau- und Haldenentwicklung.